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Halsband oder doch lieber Brustgeschirr?

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Halsband oder doch lieber Brustgeschirr?

Elisabeth Reso

Jeder Hundehalter kennt sie: die Halsband- oder Brustgeschirr- Diskussion. Ein sehr emotionales Thema mit vielen kontroversen Meinungen, das wir uns zusammen etwas genauer anschauen. Dabei möchte ich mich ausschließlich auf die gesundheitlichen Aspekte konzentrieren und versuchen, die Vor-und Nachteile der beiden Varianten zusammenzufassen.  

Unterschiedliche Einwirkungsfläche

Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Führen eines Hundes am Halsband oder am Brustgeschirr, ist die Größe der Fläche, auf welche sich einwirkende Kräfte verteilen. Dabei sind nicht nur jene Einwirkungen wie Ziehen, Rucken o.ä. von Seiten des Hundeführers gemeint, sondern auch jene, welche durch Zug oder plötzliches Vorpreschen des Hundes entstehen. 

Diese Einwirkungsfläche ist beim Halsband vergleichsweise gering und verringert sich natürlich mit abnehmender Breite des Halsbands weiter. Hier wirkt also viel Kraft auf wenigen Quadratzentimetern einer empfindlichen Stelle des Hundekörpers.

Halsband: mögliche negative Auswirkungen

Im Halsbereich des Hundes befinden sich wichtige anatomische Strukturen wie die Schilddrüse, der Kehlkopf, die Luftröhre, Lymphknoten, die großen Halsgefäße, Hirnnerven und das Zungenbein. Immer wieder einwirkende Impulse über das Halsband können zu Entzündungen der oberen Atemwege, des Kehlkopfes oder auch der Schilddrüse führen. 

Aber auch die Halswirbelsäule, das Bindegewebe, die Muskulatur und der Bandapparat können unter den seitlichen Krafteinwirkungen leiden und es kann zur Überlastung, Spannungserhöhung, Blockaden und schmerzhafte Muskelverspannungen kommen, bei welchen Nerven und Blutgefäße eingeengt werden. Sekundäre Problematiken weit über den beanspruchten Bereich hinaus können die Folge sein.

Symptome bei einer Blockade der Halswirbelsäule können beim Menschen unter anderem Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Tinnitus, Bluthochdruck, Fehlfunktionen der Schilddrüse und Konzentrationsstörungen sein. Beim Hund sind derartige Symptome teilweise schwer nachzuweisen, aber durchaus vorstellbar. 

Bei kleinen Hunden sollte auf die Nutzung eines Halsbandes aus gesundheitlicher Sicht ganz verzichtet werden. Sogenannte *chondrodystrophe Hunderassen* (z.B. Dackel, Mops, Französiche Bulldogge,…) leiden an einer angeborenen Knorpelwachstumsstörung, welche verschiedene Krankheitsbilder mit sich bringt. So kann beispielsweise die bandhafte Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Halswirbel bei einigen Mini- und Toyrassen schwach ausgebildet und der Fortsatz des 2. Halswirbels (Axiszahn) zu kurz sein, was eine Instabilität dieses Bereichs zur Folge hat. Durch einen Ruck an der Leine kann es zur Kompression und Schädigung des im Wirbelkanal verlaufenden Rückenmarks kommen (Atlantoaxiale Subluxation - AASL). 

Bei einer am Halsband befestigten Flexileine ist die einwirkende Kraft kaum kontrollierbar.

Bei einer am Halsband befestigten Flexileine ist die einwirkende Kraft kaum kontrollierbar.

Brustgeschirr: Auf die richtige Passform kommt es an.

Ein Brustgeschirr bietet eine größere Fläche, auf welcher sich ein- und auswirkender Kräfte besser verteilen können. Zudem spart ein gut sitzendes Brustgeschirr den empfindlichen Halsbereich aus. Trotzdem hat die Nutzung eines Geschirrs auch Nachteile. Schlechte Passform und harte und zu schmale Gurte können beim Hund ebenso zu Unbehagen, Bewegungseinschränkung, Muskelverspannungen und Scheuerstellen führen. 

Brustgeschirr ist also nicht gleich Brustgeschirr, es gibt einige wichtige Punkte zu beachten:

Auf die freie Beweglichkeit der Vordergliedmaßen in der Vorführphase ist bei der Wahl des richtigen Brustgeschirrs unbedingt zu achten. Die Schulterblattregion sollte immer frei sein, um ausreichende Beweglichkeit zu garantieren. Ebenso darf der Bereich hinter dem Ellbogen nicht durch einen zu nah verlaufenden Gurt begrenzt werden. Eine Handbreite sollte beim mittelgroßen Hund mindestens frei bleiben.

Die vielfach genutzten Norwegergeschirre beispielsweise schränken den Hund in seiner Vorwärtsbewegung durch den horizontal über die Brust verlaufenden Gurt stark ein. 
Der Brustteil des Geschirrs sollte mittig auf dem Brustbein liegen und die Muskulatur durch Verrutschen nicht einseitig komprimieren. Ebenso sollte man auf einen genügend großen Halsausschnitt achten, da die Kompression dieses empfindlichen Bereichs ansonsten auch durch die Verwendung eines Geschirrs nicht ausbleibt. 

Gibt es einen eindeutigen Sieger in dieser Debatte?

Es wird also klar: ein Brustgeschirr muss gut sitzen und sein Schnitt sorgfältig gewählt werden, da es den Hund ansonsten nicht nur an der Leine, sondern auch beim Freilaufen behindern kann. Erfüllt es diese Voraussetzungen bietet es gegenüber dem Halsband den Vorteil der besseren Druckverteilung über einen größeren Bereich und das Aussparen des empfindlichen Halsbereichs. 

Ob nun ein Halsband oder ein Brustgeschirr geeigneter ist, kann man meiner Meinung nach nicht pauschal sagen und hängt wesentlich von der Art der Führung, dem Hund, bestimmten Situationen, der ausgeführten Tätigkeit, möglichen Erkrankungen, rassespezifischen Dispositionen usw. ab. 

Die Verantwortung des Besitzers liegt hier darin, sich über gesundheitliche Pro und Contras im Klaren zu sein und nicht nur die Erziehungswirksamkeit von Halsband und Brustgeschirr zu berücksichtigen, um dann schließlich die beste Variante für sich und seinen Hund zu wählen.

So sollte ein Brustgeschirr nicht sitzen.

So sollte ein Brustgeschirr nicht sitzen.